Sternenbeobachtung in der Eifel

Im Nationalpark Eifel bietet das „Sterne ohne Grenzen“ Team regelmäßig Himmelsbeobachtungen an. Bei der Sternwarte auf dem Platz Vogelsang hat man die Möglichkeit die Sterne und Planeten durch verschiedene Teleskope und weitere Geräte zu sehen.

Gegen 9 haben wir uns mit dem auf den Weg Richtung Schleiden in der Eifel gemacht.
Das Auto stellten wir auf einem Parkplatz in Vogelsang ab. Am Eingang des Geländes ist eine Schranke, durch die man nur kommt, wenn man eine Genehmigung hat. Vom Parkplatz aus sind wir noch 10 Minuten zu Fuß die Straße hinabgelaufen, bis auf der linken Seite die Sternwarte auftauchte.

Die Straße führt durch und hört nur noch das Zirpen der Grillen und vielleicht mal eine Eule oder ein leises Rascheln im Dickicht.
Hier ist es wichtig alle elektronischen Geräte, z. B. Mobilfunkgerät und Taschenlampe auszumachen, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen können. Schaut man wieder ins Licht, so brauchen sie eine viertel Stunde, bis man wieder gut sehen kann.

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Je später es wurde, desto mehr Sterne konnten wir am Himmel erkennen und auch die Milchstraße wurde gegen Mitternacht deutlich sichtbar. Je nach Nacht- und Jahreszeit sieht der Himmel für uns, durch die Rotation der Erde, ein wenig anders aus.

Auch wenn diese Nacht keine Perseidennacht war, haben wir ganz viele Sternschnuppen – Sterne, die in der Hochatmosphäre verglühen – gesehen.
Auf den Fotos, die ich mit meiner Kamera und einer langen Belichtungszeit gemacht habe, wirkt es als wären Sternschnuppen auf den Bildern zu sehen, häufig sind das aber nur Flugzeuge, die den Himmel gekreuzt haben.

 

Tipps für die Sternenfotografie

Kameraeinstellungen
· Weitwinkelobjektiv
· RAW Fotos
· ISO 800-1600
· Belichtungszeit 20-30 Sekunden

· Einen dunklen Ort suchen (z. B. Waldlichtung) weit weg von einer größeren Stadt oder sonstigen starken Lichtquellen
· Wettervorhersage beobachten
· Eine Nacht bei Neumond wählen, damit das Foto durch das Leuchten des Mondes nicht gestört wird
· Kamera, Stativ und Selbstauslöser mitnehmen

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Mit einem speziellen Laserpointer zeigte uns Herr Bardenhagen verschiedene Sternbilder. Nun kennen wir ein paar mehr, als nur den großen und den kleinen Bär. Durch das Teleskop konnten wir verschiedene Planeten beobachten, die zum greifen nah wirkten. Sogar der Ring des Saturn war klar erkennbar.

Jenachdem in welche Richtung man schaute, war der Horizont heller als an anderen Stellen. Herr Bardenhagen erklärte uns, dass das größere Städte wie Aachen oder Köln seien. Aber auch der Tagebau, der mit Tageslichtbeleuchtung ausgestattet ist, würde erheblich zur Lichtverschmutzung beitragen. Hierbei handelt es sich um die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, deren Licht in der Atmosphäre gestreut wird.
Abgesehen vom Umweltaspekt, Energie zu sparen und ineffiziente Lichtquellen auszutauschen, ist es genauso wichtig den natürlichen Rhytmus der Natur wiederherzustellen, sodass tagaktive Tiere und auch wir Menschen in der Nacht zur Ruhe kommen.
Um den unverzichtbaren Wert der Dunkelheit wieder schätzen zu lernen, finde ich es wichtig einen kleinen Beitrag gegen die Lichtverschmutzung zu leisten und zu versuchen in seiner Stadt dagegen etwas zu unternehmen und weitere Menschen aufzuklären.

In Aachen wurden bereits einige Laternen durch „neutralweiße“ LEDs ausgetauscht. Das ist ein Anfang, aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten damit die Nacht nicht zum Tag gemacht wird.

Für verfügbare Termine und weitere interessante Informationen schaut doch mal auf der Homepage der Astronomiewerkstatt vorbei.

www.sterne-ohne-grenzen.de

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